Variationen über das
Kraepelin-Modell
von Davide Carnevali
Deutschsprachige Erstaufführung













Herkunft
nach dem Roman von Saša Stanišić
Theaterexperimente im digitalen Raum
Das digitale Theaterprojekt „Herkunft“ ist eine multidisziplinäre, installative Adaption des gleichnamigen Romans von Saša Stanišić, in dem er autofiktional seine Familien- und Migrationsgeschichte erzählt. Geschrieben zum Teil als „Choose Your Own Adventure“-Erzählung, bei der die Leser:innen unter mehreren Möglichkeiten wählen, wie es weitergehen soll, ist der Roman die perfekte Vorlage für die Inszenierung, die durch Aktivierung und Involvierung des Publikums die Fragen von Kopräsenz und Liveness im Medium des digitalen Theaters erforschen will.
Neben den Momenten der Mitgestaltung durch die Rezipient:innen ist für den Roman auch eine Pluralität von Stimmen, Perspektiven, Geschichten und Identitäten charakteristisch. Diese Multiperspektivität hat als strukturelles Prinzip Eingang in die Inszenierung gefunden, indem verschiedene bildende Künstler:innen bzw. Musiker:innen und Sound-Designer:innen die visuelle bzw. auditive Gestaltung einzelner Kapitel übernehmen und ihnen ihre verschiedenen Handschriften einschreiben. Im Zusammenwirken mit den Performer:innen entsteht dadurch ein Mosaik unterschiedlicher Disziplinen und künstlerischer Zugänge, die vielstimmig und divers eine gemeinsame Geschichte erzählen.
Konzept und Regie: Jasna Miletić
Schauspiel: Marie Nest, Kara Leva, Shabnam Chamani, Lucas Riedl, Benedikt Greiner
Visuelles Design // Beteiligte Künstler:innen: Andrea Čović, Bernard Bolter, Inga Kat Coleman, Leonard Riegel, Marina Rengel Lucena, Zlata Pašalić
Game Design: Ayan Paska, Noe Arnold
Musik und Sound Design: Emmanuel Michaud, Kara Leva












Performance: Marie Nest, Kara Leva, Lukas Riedl//Malerin: Andrea Čović//Kamera: Marina Rengel//Regie+Fotos: Jasna Miletić
Invasion!
nach Jonas H. Khemiri

Das Wort „ABULKASEM“ ist in aller Munde. Eine Gruppe Jugendlicher meint damit „cool“, ein schüchterner Telemarketingverkäufer sieht darin sein draufgängerisches Alter Ego und die Politik vermutet hinter dem Namen den terroristischen Oberschurken.
Das Stück „Invasion!“ des schwedischen Autors „mit Migrationshintergrund“ Jonas Hassen Khemiri ist ein Spiel mit Worten und Identitäten. Es geht um die Macht derer, die die Dinge benennen und definieren, die Worte und Begriffe mit Bedeutung füllen, die Sprache beherrschen. Denn wer die Begriffe definiert, bestimmt den Diskurs. Und wer den Diskurs bestimmt, hat die Macht.
Wenn die Schweizer SVP „die Linken und die Netten“ als wurmhafte Zerstörer der Schweiz anprangert, oder die deutsche AfD die Zeit des Nationalsozialismus als „Vogelschiss der Geschichte“ bezeichnet, geht es genau um diese Mechanismen der Umdeutung und Relativierung, der Neubestimmung des Diskurses. Doch wir haben nicht vor, das so stehen zu lassen, geschweige denn, die Sprache den Populisten zu überlassen. Also bestimmen wir jetzt mal ein paar Begriffe – in gleichzeitiger Anerkennung ihrer Fluidität. Und „ABULKASEM“ ist der Anfang.

mit Hannah Drill, Philip Neuberger, Svenja Koch, Fabian Vogt
Die Geschichte der Zukunft
von Christian Lollike












Performance: Sophie Pfennigstorf, Katharina Merschel, Helge Gutbrod, Urs Fabian Winiger // Ausstattung: Greta Bolzoni // Kunstinstallation: Keren Shalev, Zorka Wollny // Regie: Jasna Miletić // Fotos: Clemens Wilhelm
Das wundervolle Zwischending
von Martin Heckmanns


Performance: Sophie Pfennigstorf, Katharina Merschel, Helge Gutbrod, Urs Fabian Winiger // Ausstattung: Greta Bolzoni // Kunstinstallation: Keren Shalev, Zorka Wollny // Regie: Jasna Miletić // Fotos: Clemens Wilhelm
Die Extremisten
von CJ Hopkins



Deutschsprachige Erstafführung am Schauspielhaus Bochum, Übersetzung aus dem Englischen und Regie: Jasna Miletić
Sweet Home Europa
von Davide Carnevali
Uraufführung











Der Schnitt
von Laura de Weck

Uraufführung beim Autorenfestival „Ohne Alles“ am Schauspielhaus Bochum, Juni 2010, mit Dagny Dewath und Marco Massafra






