Jasna Miletić arbeitet als freie Regisseurin, Dramaturgin, Projektleiterin, Übersetzerin und Dozentin für Deutsch als Fremdsprache in Berlin. Sie machte ihren Magisterabschluss an der Freien Universität Berlin in den Fächern Nordamerikastudien, Politikwissenschaft und Völkerrecht. 2022/23 beendete sie ihren Master in Theaterregie an der Zürcher Hochschule der Künste. Während des Studiums in Berlin absolvierte sie diverse Regiehospitanzen und Regieassistenzen an verschiedenen Theatern (Deutsches Theater, Schaubühne, Maxim Gorki Theater, English Theatre). Anschließend war sie 3 Jahre als Regieassistentin am Schauspielhaus Bochum engagiert, wo sie verschiedene Regiehandschriften kennenlernte und selbst inszenierte (u.a. „Sweet Home Europa“ von Davide Carnevali).
Ihre freien Theaterprojekte verwirklichte sie seitdem in Berlin und Zürich, darunter als Regisseurin bei „Variationen über das Kraepelin-Modell“ von Davide Carnevali, „Invasion!“ von Jonas H. Khemiri, „Die Geschichte der Zukunft“ von Christian Lollike, „Das wundervolle Zwischending“ von Martin Heckmanns, „Die Extremisten“ von C.J. Hopkins… Sie arbeitet auch als Dolmetscherin in internationalen Theaterproduktionen und unterrichtet regelmäßig an verschiedenen Berliner Bildungseinrichtungen, so etwa an der Humboldt Universität, am Eurasia Institute for International Education, bei IES Berlin sowie an Berliner Volkshochschulen. Als Gründungsmitglied des Vereins Zukunst Berlin engagiert sie sich für europäische und internationale Zusammenarbeit in den Bereichen Theater und Bildung.
In ihrer Theaterarbeit interessiert sich Jasna vor allem für politische Themen und für die Macht der Sprache als Mittel der Kommunikation als auch der Manipulation. So setzt sie sich immer wieder mit der Konstruktion und Dekonstruktion von individuellen und kollektiven Identitäten auseinander (wie zum Beispiel der Identität des „Fremden“ oder einer „europäischen Identität“), mit Fragen der Migration und Integration, sowie mit populistischen Wirkungs- und Manipulationsmechanismen und der Rolle, die sprachliche Zuschreibungen hier spielen. In ihrer inszenatorischen Beschäftigung mit der Sprache spielt auch der Körper eine große Rolle, wobei für sie insbesondere die Diskrepanz zwischen dem Gesagten und dem, was der Körper verrät, wichtig ist, aber auch die Momente der Sprachlosigkeit, des Versagens der Sprache.
